Therapie­optionen

Die Therapie orientiert sich im Regelfall an den Behandlungsempfehlungen des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP).

Sie umfasst eine meist 12 bis 18-monatige Behandlung mit 3 bis 4 verschiedenen Antibiotika (Kombinationstherapie). NTM-Infektionen sind schwierig zu behandeln. Dies liegt an der Widerstandsfähigkeit (Resistenz) der Erreger gegenüber vielen Antibiotika und dem verhältnismäßig langsamen Wachstum dieser Keime. Bei einer MAC-Infektion erfolgt beispielsweise die Behandlung mit einem Makrolid-Antibiotikum in Kombination mit Ethambutol und Rifampicin; bei einer schweren kavernösen Form zusätzlich mit dem intravenös verabreichten Aminoglykosid-Antibiotikum (z. B. Amikacin). Eine Therapie mit inhalativen Antibiotika befindet sich noch in der Entwicklungsphase und ist bislang nicht in der EU zugelassen. Ihre Therapie wird begleitet von regelmäßigen Sputum-Kontrollen. Ist kein Erreger mehr nachweisbar, wird die Behandlung dennoch für weitere 12 Monate fortgesetzt.

Aufgrund der langen Therapiedauer und der möglichen Medikamentennebenwirkungen sollte die Therapie unbedingt von einem erfahrenen NTM-Lungenfacharzt begleitet werden.